Was ändert sich 2018?

Womit Sie rechnen und worauf Sie sich einstellen können

Höhere Zulage für Riester-Rente

Die Attraktivität der Riester-Rente wird gesteigert. Betrug die staatliche Grundzulage für jeden Riester-Sparer bislang 154 Euro, steigt sie ab 2018 auf 175 Euro pro Jahr. Die höhere staatliche Förderung für den Aufbau einer zusätzlichen privaten Altersvorsorge erhält jeder Zulagenberechtigte, der seinen persönlichen Mindesteigenbeitrag auf einen Riester-Vertrag einzahlt. Bei einem Beratungsgespräch sollte daher geprüft werden, ob sich ein Anpassungsbedarf für die persönlichen Sparraten ergibt oder ein Riester-Vertrag noch zur Ergänzung der persönlichen Altersvorsorgemaßnahmen fehlt. Apropos Riester: Zusätzlich gibt es Kinderzulagen von jählich bis zu 300 Euro pro Kind. Zudem können die Beiträge zu Riester-Produkten innerhalb der Höchstgrenzen von der Steuer abgesetzt werden. Erkundigen Sie sich bei Ihrem Berater der Volksbank Raiffeisenbank Bayern Mitte.

Sozialversicherung: Neue Rechengrößen

Für das Jahr 2018 ergeben sich auch für die Rechengrößen der Sozialversicherung neue Werte. Diese werden jährlich an die Einkommensentwicklung der Bundesbürger angepasst. Für die Berechnung der Beiträge versicherungspflichtiger Selbstständiger oder Pflegepersonen zur gesetzlichen Rentenversicherung bildet die Bezugsgröße die Basis. Ebenso wird diese zur Festsetzung der Mindestbeitragsbemessungsgrundlage für freiwillige Mitglieder sowie für das Mindestarbeitsentgelt in der gesetzlichen Krankenversicherung herangezogen.

Für 2018 erhöht sich die Bezugsgröße in den alten Bundesländern auf 3.045 Euro pro Monat (2017: 2.975 Euro). Die Bezugsgröße (Ost) steigt auf 2.695 Euro pro Monat (2017: 2.660 Euro).

Parallel dazu ist die Beitragsbemessungsgrenze in der Sozialversicherung besonders bedeutsam. Sie legt fest, bis zu welcher Einkommensgrenze die Bundesbürger Beiträge für die deutsche Sozialversicherung zahlen müssen. Alles, was darüber hinausgeht, ist beitragsfrei. Zum kommenden Jahr steigt die Beitragsbemessungsgrenze in der allgemeinen Rentenversicherung und in der Arbeitslosenversicherung für die alten Bundesländer auf 6.500 Euro (2017: 6.350 Euro) und in den neuen Bundesländern auf 5.800 Euro (2017: 5.700 Euro) pro Monat. In der knappschaftlichen Rentenversicherung steigen die Beitragsbemessungsgrenzen in den west- und ostdeutschen Bundesländern um 150 Euro auf 8.000 Euro (West) und 7.150 Euro (Ost). Die bundesweit einheitliche Beitragsbemessungsgrenze in der gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung liegt ab 2018 bei monatlich 4.425 Euro (2017: 4.350 Euro). Die Grenze, an der Bürger frei zwischen privater und gesetzlicher Krankenversicherung wählen können ("Versicherungspflichtgrenze"), liegt ab 2018 bei einem Jahreneinkommen von 59.400 Euro (2017: 57.600 Euro). Für Bestandsfälle gilt die Jahresarbeitsentgeltgrenze in Höhe von 53.100 Euro.